Psychoanalyse - Studium und Beruf
Die Psychologie beschäftigt sich als empirische Wissenschaft mit der Seele, dem Geist und dem motivierten Handeln des Menschen. Sie hat mit dem Unterbewusstsein, mit Traumdeutung und rituellen Handlungsweisen nur sehr bedingt etwas zu tun - ersteres fällt in das Gebiet der Psychoanalyse, zweiteres grenzt an die Parawissenschaften, und das Dritte kann in manchen Fällen auf eine mentale Störung zurückzuführen sein, die letzten Endes in das Aufgabengebiet der klinischen Psychologie fällt. Dementsprechend ist ein Studium der Psychologie sehr vielfältig, und so auch die damit verbundenen Berufschancen.
Während des Studiums Psychologie studiert man in der Regel vier Semester lang Grundlagen. Diese setzen sich aus Mathematik, Physik, Statistiken bzw. den Feldern Allgemeine Psychologie, Persönlichkeitspsychologie, Biologische Psychologie, Entwicklungspsychologie und Sozialpsychologie zusammen. Erst im darauf folgenden Hauptstudium (früher der Studienzeit nach dem Vordiplom entsprechend) findet eine Spezialisierung auf Klinische Psychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Pädagogische Psychologie, Verkehrspsychologie, Werbepsychologie oder andere statt. Von dieser Spezialisierung hängt die Wahl des späteren Berufs ab, und damit verbunden natürlich auch die Berufschancen. Die Psychoanalyse bildet ein Teilgebiet der Psychologie, das als Nebenfach oder in Einzelveranstaltungen während des Psychologiestudiums belegt werden kann. Allerdings wird allgemein empfohlen, das zu Anfang des Studiums nicht zu exzessiv zu tun, sondern sich erst die Grundlagen anzueignen.
Von der Spezialisierung im Hauptstudium hängt es ab, welchen Beruf die Studierenden ausüben können und wollen. Die Berufsfelder für Diplompsychologen bzw. Absolventen des Fachs Psychologie mit dem akademischen Grad B. A. und M. A. sind enorm zahlreich. So können beispielsweise Klinische Psychologen eine Ausbildung zum Psychotherapeuten machen und anschließend als Psychotherapeut in einer Praxis oder Klinik praktizieren. Die Neuropsychologie stellt ein weiteres Berufsfeld für Klinische Psychologen dar. Pädagogische Psychologen werden dagegen häufig auf dem Feld der Erziehung und Lehre tätig - sie beraten Eltern, Erzieher und Lehrer, können unter Umständen selbst Kinder oder Erwachsene unterrichten und sind als Coach tätig. Die Wirtschaftspsychologie bietet sich an, wenn man in den Personalabteilungen der Firmen arbeiten will, bspw. das Rekrutieren neuer Mitarbeiter, die Fortbildung von Arbeitnehmern oder ähnliches organisieren will. Psychologie ist vielfältig, und ebenso sind es die damit verbundenen Berufe.